Vinland-Karte. Yale University, Beinecke’s Rare Book and Manuscript Library, MS 350A

Harvard, USA, im Jahre 1963.
Die junge Archivarin Amanda Hollis fristet eine traurige Existenz. Sie verbringt ihre Tage damit, in einer Untergrundbibliothek der Universität zu sitzen, die Vergangenheit der altehrwürdigen Institution in Schlagworte zu fassen, selbige auf Karteikarten zu schreiben und auf diese Weise ihre Geschichte für die Nachwelt festzuhalten. Eines Tages aber erhält sie den Auftrag, das Leben eines obskuren Bibliothekars aufzuarbeiten. Kaum dass sie sich ans Werk gemacht hat, erfährt sie von einer bislang unbekannten Karte, der sogenannten Vinland-Map, die erst kürzlich gefunden worden ist und beweisen soll, dass Amerika lange vor Kolumbus von den Wikingern entdeckt wurde ...

 

Die Vinland-Map existiert tatsächlich. Sie gilt als die wichtigste kartografsche Entdeckung des 20. Jahrhunderts – oder als ihre größte Fälschung.


Zwischen Fakt und Fiktion hin und her pendelnd erzählt Francis Nenik die Geschichte einer riesigen Verschwörung, deren Personal sich u. a. aus obskuren Mönchen, verschwiegenen Kartenhändlern, pflichtbewussten Hausmeistern, italienischen Abenteurern, amerikanischen Musikern, mongolischen Würmern, griechischen Statuen und einer von Münzen angetriebenen Schreibmaschine rekrutiert – und zwischen ihnen allen sitzt Amanda Hollis und lauscht einer geheimnisvollen Stimme in einem Rohr, die ihr klar zu machen versucht, dass sich Amerika in großer Gefahr befindet und dass es an ihr ist, etwas dagegen zu tun ...

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2017 startete Francis Nenik sein Tagebuch eines Hilflosen, in dem er die Amtszeit von Donald Trump mit literarischen Mitteln begleitet. Aus diesem Anlass veröffentlicht er jeden Tag eine Prosa-Miniatur, die online auf Deutsch und Englisch zu lesen ist.